A08:Susanne Zagorni

Susanne Zagorni – Gefühle ohne Maske

Als ich das erste Bild von Zagorni gesehen habe, musste ich sofort an Frida Kahlo denken. Nicht wegen der Technik oder der Farben – es war eher das auf die Leinwand gebrachte Drama, das mich erinnerte. Der klare Ausdruck dessen, wofür man manchmal keine Worte findet.
„Ich ‚bemale’ meine Alltagserfahrungen und Lebensthemen, weil durch die Dinge, die mir passieren, in meinem Kopf Bildfragmente entstehen, die dann ganz einfach raus müssen, um Luft für Neues zu schaffen.“ sagt sie. Sie nutzt die Malerei als Kommunikationsmittel, als Spiegel der eigenen Metamorphose. Sie ist eine, die ihr Handwerk beherrscht. Sie ist nicht schrill, nicht pompös, wirkt als Frau bodenständig. Und doch liegt in ihren Bildern eine unglaubliche Theatralik. Manche wirken wie das Ende einer furiosen Vorstellung, wie der Moment, in dem alle Protagonisten noch einmal die Bühne betreten und sich unter tosendem Applaus im Glanz der Scheinwerfer zeigen.
(Text von Jeannette Hagen)

Spichernstr. 27
DE-45886 Gelsenkirchen

website: www.susanne-zagorni.de Facebook: Susanne Zagorni on Facebook
Feindeinsammlerin 

Susanne Zagorni | Feindeinsammlerin, 2017
Öl auf Leinwand
90cm x 120cm x 4cm